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Online-Veranstaltung am 28. November 2023
Programm (PDF, 364 KB)

Der politisch beschlossene Zubau der Windenergie kann eine große Chance für ländliche Räume sein: Er bietet neben den Potenzialen für die regionale Wirtschaft auch Möglichkeiten für Bürgerinnen, Bürger und Kommunen, finanziell zu profitieren. Zugleich gibt es Herausforderungen, beispielsweise die begrenzten Gestaltungsmöglichkeiten der Kommunen bei Windvorrangflächen in Privatbesitz.
Gemeinsam mit den Vortragenden haben wir in der Veranstaltung Handlungsoptionen vorgestellt, wie die Öffentlichkeitsbeteiligung gestärkt und die mit der Windkraft verbundene Wertschöpfung in der Region gehalten werden kann. Ein besonderer Fokus lag auf der Frage, wie LEADER einen Beitrag dazu leisten kann.
Den einführenden Vortrag hielt Frank Sondershaus, Referent für Beteiligung und Akzeptanz bei der Fachagentur Wind an Land e. V. Er erläuterte zu Beginn Akzeptanzfragen in Bezug auf die Windkraft, die aktuellen gesetzlichen Regelungen zur kommunalen Teilhabe und ging ebenso auf das Wertschöpfungspotenzial ein.
Ferner stellte er die Rollen und Gestaltungsspielräume der Regionalplanung, Kommunen, Projektentwickler und Flächeneigentümer vor. Schließlich gab Sondershaus konkrete Handlungsempfehlungen, wie die Flächensicherung für Windkraftprojekte im Sinne der Bürger sowie der Kommunen erfolgen kann und motivierte die Teilnehmenden, die mit der Windkraft verbundenen Chancen für ihre Region zu nutzen.
Links der FA Wind:
Die Empfehlungen von Frank Sondershaus waren Ausgangspunkt für die Diskussionen in den Breakout-Sessions: Hier tauschten sich die Teilnehmenden aus dem gesamten Bundesgebiet darüber aus, wie sie die Empfehlungen in ihrer eigenen Arbeit nutzen können.
In der anschließenden Befragung gab nur ein Teilnehmender an, keinen Bezug zur eigenen Arbeit zu sehen. Andere Teilnehmende konnten sich vorstellen, das Thema Windkraft in ihrer Region weiter zu verfolgen: Beispielsweise würden sie das weitere Vorgehen mit potenziellen Mitstreitern besprechen und die Kommunen in der LEADER-Region sowohl über Möglichkeiten der Wertschöpfung als auch zur Flächensicherung informieren.
Teilnehmende haben auch Förderprojekte zur Stärkung der Öffentlichkeitsbeteiligung und regionalen Wertschöpfung oder sogar das Anstoßen konkreter Windenergieprojekte in Betracht gezogen.
Ramona Rothe, Bereichsleiterin Erneuerbare Energien der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur GmbH (ThEGA), hielt zum Abschluss einen engagierten Vortrag zu den Arbeitsfeldern und Unterstützungsangeboten der zur ThEGA gehörendenden Servicestelle Wind.
Ein Schwerpunkt ihrer Präsentation war das seit vielen Jahren durch die Servicestelle begleitete Flächenpooling. Darüber hinaus ging Sie auf das durch die ThEGA vergebene Siegel "Faire Windenergie" ein. Es zeichnet Unternehmen aus, die sich an die von der Servicestelle konzipierten Leitlinien zu Beteiligung, Transparenz sowie finanziellen Teilhabe vor Ort involvierter Akteure halten. Auch wenn das Siegel in Thüringen vergeben wird, kann es auch für die Arbeit in anderen Bundesländern einen interessanten Referenzpunkt darstellen.
Links der ThEGA:
Dokumente zum Thema Flächensicherung, Flächenpooling, Beteiligung und Teilhabe von Bürgern sowie Kommunen bei Windkraftprojekten:
Aufzeichnungen vergangener Veranstaltungen:
Marie Halbach
0228 68 45 26 14
marie.halbach@ble.de