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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein
Schleswig-Holstein
Mercatorstraße 3
24106 Kiel
Website: Externer Link zur Behörde
Das Angler Sattelschwein und das Deutsche Sattelschwein gehören zu den bedrohten Nutztierrassen. Sterben sie aus, geht mit ihnen genetische Diversität verloren, die zukünftig für die Zucht von Bedeutung sein könnte. Ziel des Projektes ist es, Perspektiven für eine wirtschaftliche Nutzung der Sattelschweine zu erarbeiten, um das Überleben der Rasse zu sichern.
Im Mittelpunkt stehen die Optimierung der Produktqualität, bei möglichst nachhaltigem Einsatz von Ressourcen, sowie die Stärkung der Vermarktungsoptionen. Dafür sollen verschiedene Forschungsansätze verfolgt werden: Genomische Analysen als Grundlage für die Entwicklung von Züchtungsstrategien, Untersuchungen auf Betrieben, um Daten zur Bewertung der Robustheit und Muttereigenschaften zu erhalten sowie Untersuchung von Fütterungskonzepten und Mastleistung in Verknüpfung mit der Optimierung des Fütterungsprogramms profeed s für die Raufutterfütterung. In Fütterungsversuchen soll auch der Einsatz von Raufutter und der Zusammenhang mit der Fleischqualität untersucht werden.
Abschlussbericht zum Download (PDF-Datei)
Das Projekt bestätigte die positiven Eigenschaften des Angler Sattelschweins durch Praxiserhebungen und Mastversuche. Die genetische Analyse von 244 Tieren zeigte hohe Diversität bei geringem Inzuchtniveau, was den Erhaltungswert der Rasse unterstreicht. Gesundheits- und Tierwohlindikatoren waren überwiegend gut bis sehr gut. Die Tiere zeigten Robustheit, gute Mütterlichkeit und Eignung für extensive bzw. ökologische Haltungssysteme. Trotz guter Fleischqualität mit hohem intramuskulärem Fettanteil bleiben Mast- und Futterleistungen deutlich unter kommerziellem Niveau, was die Wirtschaftlichkeit begrenzt. Das Fleisch eignet sich besonders für Verarbeitung und Direktvermarktung. Das Projekt entwickelte Fütterungsempfehlungen, ein digitales Planungstool und eine Informationswebsite. Für die Zukunft wird eine gezielte Zucht zur Verbesserung von Leistung und Futtereffizienz sowie Nutzung in Kreuzungszucht empfohlen.
ELER 2014-2020
ÖKORING Versuchs und Beratungsring ökologischer Landbau im Norden e.V.
Götz Daniel
Grüner Kamp 15-17
24768 Rendsburg
Telefon: +49 4331-333 460
Mail: info@oekoring-sh.de
5 Landwirtschaftliche Praxisbetriebe; ÖKORING Versuchs und Beratungsring ökologischer Landbau im Norden e.V.; Landwirtschaftliche Softwareentwicklung Holger Bräutigam 24784 Westerönfeld; Universität Kassel, 37213 Witzenhausen Fachgebiet Tierzucht, Prof. Dr. Dirk Hinrichs; Fachgebiet Tierernährung und Tiergesundheit, Dr. Margret Krieger & Susanne Hoischen-Taubner; Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg, 21033 Hamburg Department Ökotrophologie, Prof. Dr. Katharina Riehn; Lehr- und Versu
2022
abgeschlossen
450.000
Projektwebseite bei EIP Agrar SH
Website des ÖKORING Versuchs und Beratungsring ökologischer Landbau im Norden e.V.
DEF