Projektsuche

Lupus Repel: Absicherung der Weidetierhaltung durch angewandtes Wildtiermanagement

Zuständige Behörde

Hessisches Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat

Bundesland

Hessen

Kontaktdaten

Mainzer Straße 80
65189 Wiesbaden

Website: Externer Link zur Behörde

Projektbeschreibung

Seit dem Jahr 2000 leben Wölfe wieder dauerhaft in Deutschland, seit dem Frühjahr 2020 auch in Hessen. Die Rückkehr des Wolfes in Hessen stellt eine Herausforderung für die Haltung von Weidetieren dar. Der Einsatz gängiger Herdenschutzmaßnahmen wie Elektrozäunen und Herdenschutzhunden ist sehr arbeitsaufwändig. Das Vorhaben arbeitet an einer anwenderfreundlichen und umweltverträglichen Methode zum Schutz der Weidetiere und dem Erhalt der Weidetierhaltung. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Entwicklung eines Duftstoffes und eines zugehörigen Dispensersystems zur Vergrämung des Wolfes.  Dafür werden die flüchtigen organischen Bestandteile von Biomasse zur Entwicklung eines vergrämenden Duftstoffs identifiziert und anschließend durch ein Versuchsaufbau in den Projektbetrieben und Wildparks statisch ausgewertet. Außerdem wird mit einem GPS Monitoring der zu schützenden Weidetiere gearbeitet und mit den gewonnen Daten das Dispensersystem für die praktische Anwendung optimiert. Das System soll zukünftig gemeinsam mit anderen Herdenschutzmaßnahmen und nach Möglichkeit autark einsetzbar sein.

Abschlussbericht

Abschlussbericht zum Download (PDF-Datei)

Ergebnisse mit Fokus auf Praxisorientierung

Durch die eingesetzten Duftstoffe war es möglich 15 in Gefangenschaft lebende Wölfe aus zwei hessischen Wildparks durch eine rein olfaktorische Barriere von der Interaktion mit einem Anreiz abzuhalten und deren Fraß zu vermindern. Auch konnte gezeigt werden, dass sich die Tiere in ihrem Laufverhalten beeinflussen lassen. Es konnte nachgewiesen werden, dass es möglich ist die Tiere durch die Duftstoffe davon abzuhalten einen definierten Gehegebereich zu betreten. Außerdem konnte die Unbedenklichkeit im Einsatz in der Schaf-, Ziegen- und Rinderhaltung in drei hessischen Weidetierbetrieben nachgewiesen werden. Diese lassen sich weder im Fraß noch in ihrem Laufverhalten auf der Weide durch die Kandidatensubstanzen stark beeinflussen.

Schlüsselwörter

  • Tierhaltung

Hauptfördermittelquelle

ELER 2014-2020

Kontakt zur OG

Professur für Ökologischen Landbau, Justus-Liebig-Universität Gießen
M.Sc. Luisa Traut, Dr. Konstantin Becker
Karl-Glöckner-Str. 21 C
35394 Gießen

Telefon: 0641/9937731

Mail: oekolandbau@agrar.uni-gießen.de

Mitglieder OG

AG Wildtierforschung der Justus-Liebig-Universität Gießen; Institut für Bodenkunde (iFZ) der Justus-Liebig-Universität Gießen; Weiße Hube; Sonnenhof; Hof Berbalk; Hessen Forst Wildpark Hanau; Nationalpark Kellerwald/Edersee; Assoziierter Partner: Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Art der Mitglieder der OG

  • Landwirtschaft
  • Beratung
  • Forschung

Projektbeginn

2021

Projektstatus

abgeschlossen

Beantragtes Gesamtbudget in EUR

388.295

Zusätzliche Informationen

Link 1

Projektsteckbrief

Link 2

Projektvideo

Link 3

Merkblatt für die Praxis

NUTS3 CODE

DE721 Gießen

Nach oben