EIP-Projekt-Datenbank

Informationen zu allen Forschungsprojekten, die bislang in Deutschland von der EU und den Bundesländern über EIP-Agri gefördert wurden und werden, finden Sie in unserer Datenbank.

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Broilermaststall 2023: ein Musterhaus für Masthühner

Zuständige Behörde

Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Bundesland

Niedersachsen und Hamburg

Kontaktdaten

Calenberger Straße 2
30169 Hannover

Website: Externer Link zur Behörde

Projektbeschreibung

Mit dem Broilermaststall 2023 entsteht unter wissenschaftlicher Begleitung ein Gebäude, das stabile Bedingungen für gute Tiergesundheit schafft. Der für das Projekt errichtete Stall hat Doppelwände. Die bessere Isolation ermöglicht Einsparungen bei Gas, Elektrizität und Wasserverbrauch.
In herkömmlichen Ställen mit einfacher Außenhülle kommt es häufig zu kalten Luftströmen und Feuchtigkeit, die sich in der Einstreu niederschlägt. Nässe begünstigt zum Beispiel  Fußballengeschwüre, aber auch Atemwegserkrankungen, denn Abbauprozesse in feuchter Einstreu führen zu mehr Ammoniak in der Stallluft. 
Im Broilermaststall 2023 lässt sich ein gleichmäßiger Zustrom an Frischluft erzeugen. Das reduziert Temperaturschwankungen und verhindert, dass die Einstreu feucht wird. Weniger Streu wird benötigt und die Tiergesundheit verbessert sich. Das bedeutet:  geringerer Antibiotikabedarf, weniger Tierarztkosten. Gesunde Tiere nehmen ihr Futter besser auf und sind leistungsfähiger. 

Abschlussbericht

Abschlussbericht zum Download (PDF-Datei)

Ergebnisse mit Fokus auf Praxisorientierung

Ziel des Projektes war es, durch den Umbau eines bestehenden Stallgebäudes in ein Gebäude mit doppelter Hülle und zentralem Luftein- und -auslass einerseits die Tiergesundheit und das Tierwohl von Masthähnchen zu verbessern und dabei gleichzeitig einen verminderten Einsatz von Ressourcen (Energie und Wasser) zu erreichen. Im Projekt konnte gezeigt werden, dass sich mittels des durchgeführten Umbaus eine Verbesserung der Einstreuqualität und dadurch der Fußballengesundheit erreichen lässt. Ein positiver Effekt auf die Schadgaskonzentrationen ließ sich nicht nachweisen. Die relative Luftfeuchtigkeit konnte reduziert werden. Durch die Vorbehandlung der Zuluft (Erwärmung und Kühlung) ließ sich der Einsatz der Gaskanonen und der Sprühkühlung reduzieren, der Verbrauch von Energie und Wasser wurde vermindert. Im modifizierten Gebäude sind bei heißen Temperaturen die Enthalpiewerte geringer. Die Videoanalyse des Verhaltens zeigte ein gesteigertes Komfortverhalten im Versuchsstall.

Schlüsselwörter

  • Ausrüstung und Maschinen
  • Tierhaltung
  • Tierwohl

Hauptfördermittelquelle

ELER 2014-2020 für Operationelle Gruppen (im Sinne von Reg. 1305/2013 Art. 56)

Kontakt zur OG

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Frau Dr. Stephanie Schäfers
Bischofsholer Damm 15
30173 Hannover

Telefon: 0511-9538001

Mail: stephanie.schaefers@tiho-hannover.de

Mitglieder OG

Stiftung TiHo Hannover, Stalltuning Siegbert Bullermann, RoSa GbR, R+S GbR

Art der Mitglieder der OG

  • Landwirtschaft
  • Forschung
  • Unternehmen

Projektbeginn

2022

Projektstatus

abgeschlossen

Beantragtes Gesamtbudget in EUR

273.008

Zusätzliche Informationen

Link 1

Projektwebseite bei EIP Niedersachsen

NUTS3 CODE

DE929

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