EIP-Projekt-Datenbank

Informationen zu allen Forschungsprojekten, die bislang in Deutschland von der EU und den Bundesländern über EIP-Agri gefördert wurden und werden, finden Sie in unserer Datenbank.

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Mikroklee in der Baumschulwirtschaft zur Reduktion respektive Vermeidung von Herbiziden und Stickstoffdüngung

Zuständige Behörde

Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Bundesland

Niedersachsen und Hamburg

Kontaktdaten

Calenberger Straße 2
30169 Hannover

Website: Externer Link zur Behörde

Projektbeschreibung

Die Ammerländer Baumschulproduktion finden überwiegend auf Containerflächen statt. Die Kultursubstrate/ Torfersatzstoffe sind durch bakterielle Umsetzung stark stickstoffzehrend. Für ein gutes Pflanzenwachstum muss vermehrt mit Stickstoff nachgedüngt werden. Gleichzeitig müssen Herbizide gegen Wildkräuter eingesetzt warden. Viele Herbizide sind umweltschädlich, stehen immer weniger zur Verfügung und stoßen auf Akzeptanzprobleme in der Öffentlichkeit. Die mechanische Alternative durch Abstreuen mit Rindenmulch o.ä. Substanzen führt zu verstärkter Stickstoffzehrung durch bakterielle Umsetzung und wirkt nicht hundertprozentig gegen Wildkräuter. Eine ökologische Alternative bestünde in der Aussaat von Mikroklee, der nicht nur Stickstoff aus der Luft im Boden fixieren kann, sondern auch, sobald er dicht angewachsen ist, zur Verbesserung des Mikroklimas führt, die Wasserführung verbessert und die wichtigsten Wildkräuter unterdrückt. Im Projekt soll untersucht werden, wie der Mikroklee zu applizieren ist, welche Einflüsse er auf das Stickstoffregime, die Wasserführung und die Lufteinträge im Substrat hat. Ziel ist die Minimierung des Stickstoffeinsatzes und der Verzicht auf Herbizide.&

Abschlussbericht

Abschlussbericht zum Download (PDF-Datei)

Stand des Abschlussberichts

12.08.2025

Ergebnisse mit Fokus auf Praxisorientierung

Mikroklee in Baumschulcontainern kann zu einem ressourcenschonendem Nährstoff- und Pflanzenschutzmanagement beitragen. Der erhöhte Stickstoffanteil in den Blättern der Pflanzen mit Mikroklee als Begleiter zeigt die Stickstofffixierung durch Rhizobien. Da Rindenmulch stark stickstoffzehrend ist, könnte der Einsatz von Mikroklee dazu beitragen, die Stickstoffdüngung zu verringern. Der Klee kann den Befall durch Wildkräuter reduzieren, weniger Herbiziden würden benötigt. Der Einfluss des Mikroklees auf die Wasserversorgung im Container lässt sich durch den starken Dauerregen im Versuchszeitraum schwer beurteilen. Die Bodenfeuchtigkeit war in Containern mit Rindenmulch tendenziell höher als mit Mikroklee. Die Ansiedlung von Rhizobien an den Kleewurzeln war bei den Versuchen zur Verkapselung problematisch. Die hergestellten Granulate wiesen keine ausreichende Lagerstabilität auf und die Lebensfähigkeit der Rhizobien konnte nicht signifikant erhöht werden. 

Schlüsselwörter

  • Gartenbau und Gehölze im Freiland (einschließlich Weinbau, Oliven, Obst, Zierpflanzen)
  • Pflanzennährstoffe

Hauptfördermittelquelle

ELER 2014-2020 für Operationelle Gruppen (im Sinne von Reg. 1305/2013 Art. 56)

Kontakt zur OG

Piccoplant Microvermehrungen GmbH
Frau Elke Haase
Brokhauser Weg 75
26129 Oldenburg

Telefon: 0441-969800

Mail: elke.haase@piccoplant.de

Mitglieder OG

Piccoplant Mikrovermehrungen GmbH, Biotechnology Consult Nord, Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg, Baumschul-Beratungsring Weser-Ems e.V.

Art der Mitglieder der OG

  • Landwirtschaft
  • Beratung
  • Forschung

Projektbeginn

2022

Projektstatus

abgeschlossen

Beantragtes Gesamtbudget in EUR

499.335

Zusätzliche Informationen

Link 1

Projektwebseite bei EIP Niedersachsen

NUTS3 CODE

DE94D

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