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Informationen zu allen Forschungsprojekten, die bislang in Deutschland von der EU und den Bundesländern über EIP-Agri gefördert wurden und werden, finden Sie in unserer Datenbank.
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Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Niedersachsen und Hamburg
Calenberger Straße 2
30169 Hannover
Website: Externer Link zur Behörde
Im Jahr 2020 gab es in Niedersachsen 180.000 Schafe. Das sind zehn Prozent des deutschen Bestandes. Schafe übernehmen wichtige Aufgaben in der Landschaftspflege, zum Beispiel für den Erhalt der Heidelandschaften und im Deichschutz. Dabei sind sie besonders gefährdet. Sie waren 40 Prozent der Wolfsangriffe in Deutschland ausgesetzt. Es wurden 1.400 Schafe verletzt oder getötet. Der Bedarf an Schutzmaßnahmen ist in Niedersachsen deshalb besonders hoch. In Niedersachsen werden Schafe mit Zäunen und Hunden geschützt. In anderen Regionen, zum Beispiel in Südafrika, werden Schafe auch mit Halsbändern ausgestattet, die Raubtierangriffe verhindern sollen. Nach dem Vorbild dieser Halsbänder entwickeln Schäfer und ein Unternehmen, das auf Elektronik- und Softwarelösungen spezialisiert ist, ein eigenes Modell. Sensoren im Halsband sollen über das Bewegungsmuster der Schafe einen Angriff erkennen können und Signale aussenden, die den Wolfsangriff stoppen. Gleichzeitig sollen auch Schäferin oder Schäfer per Smartphone über den Vorfall informiert werden. Die Halsbänder werden von zwei Schäfereien im Wendland und im Raum Cuxhaven getestet. Beide waren schon mit Wolfsangriffen konfrontier
Abschlussbericht zum Download (PDF-Datei)
17.09.2025
Im Projekt wurden Möglichkeiten zur Verminderung von Nutztierverlusten durch Wölfe und zur Stärkung des Herdenschutzes untersucht. Die Entwicklung eines sensorbasierten Alarmhalsbands für Schafe ermöglicht die frühzeitige Erkennung von Flucht- und Stressverhalten in der Herde. Auf Basis von Literaturstudien, Experteninterviews, vorgenommen Testungen und Schafhalterbefragungen zeigte sich, dass rein akustische oder visuelle Vergrämung wirkungslos ist. Die Verhaltensdetektion wird als nützliche Ergänzung bestehender Herdenschutzmaßnahmen bewertet, um vor Angriffen zu warnen. Das Sicherheitsgefühl wird gestärkt und die psychische Belastung reduziert. Die technischen Anforderungen an eine robuste, wartungsarme Bauweise der Halsbänder und geringe Fehlalarme wurden erfüllt. Die Kaufbereitschaft liegt derzeit unter den Listenpreisen. Forschungsbedarf besteht bei der Optimierung technischer Komponenten, der Einbindung von Kamerasystemen und altersgerechter Information für Nutzergruppen.
ELER 2014-2020 für Operationelle Gruppen (im Sinne von Reg. 1305/2013 Art. 56)
Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH
Frau Mareike Rump
Bahnhofstr. 15b
27374 Visselhövede
Telefon: 04262-959385
Mail: m.rump@oeko-komp.de
Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH, Öko-Schäferei Klaus Seebürger, Öko-Schäferei Klaus Seebürger, Silas Neuman (Wolfsberater Landkreis Cuxhaven), Ulrike Kruse (Wolfsberaterin Landkreis Lüneburg), Bundesverband der Berufsschäfer e. V., Georg-August-Universität Göttingen, Department für Agrarökonomie, pironex GmbH, Hoffmeister & Hoenig GbR
2022
abgeschlossen
295.536
Projektwebseite bei EIP Niedersachsen
DE937