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Informationen zu allen Forschungsprojekten, die bislang in Deutschland von der EU und den Bundesländern über EIP-Agri gefördert wurden und werden, finden Sie in unserer Datenbank.
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Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Niedersachsen und Hamburg
Calenberger Straße 2
30169 Hannover
Website: Externer Link zur Behörde
Auf landwirtschaftlichen Betrieben fallen häufig nährstoffbefrachtete Abwässer an, die nicht in die Kanalisation einleitfähig sind. Dazu gehört zum Beispiel Niederschlagswasser oder Badewasser für Enten und Gänse. Dieses Wasser enthält abgeschwemmte Nährstoffe oder Anteile von Geflügelkot. Das Wasser zu reinigen, indem man die Nährstoffe zurückgewinnt und sie in ein nachhaltiges Kreislaufsystem überführt, ist die Grundidee des Projektes ReWali. Zunächst binden Pflanzen die Nährstoffe in Biomasse. Heimisch, weit verbreitet und bisher nahezu ungenutzt: die Wasserlinse. Im Sommer bildet sie an Wasseroberflächen einen dichten Pflanzenteppich, der umgangssprachlich auch „Entengrütze“ genannt wird. Wasserlinsen binden u.a. Nitrat und Phosphor aus dem Wasser. Die kleine Schwimmpflanze ist sehr proteinreich und enthält Stärke und Vitamine, das macht sie zu einem Rohstoff für proteinreiche Futtermittel. Neben der frischen Verfütterung kommt zum Beispiel die Silierung der Wasserlinsen oder eine Trocknung und Pelletierung in Frage. Wie das praktisch im Betrieb aussehen kann, wird zunächst an den Modelltieren Gans und Fisch untersucht.
Abschlussbericht zum Download (PDF-Datei)
12.08.2025
Im Projekt „ReWali“ sollte ein Verfahren entwickelt werden, um Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft in Gewässer zu reduzieren und gleichzeitig ein heimisch produziertes, proteinreiches Futtermittel (Wasserlinsen WL) bereitzustellen. Aufgrund der Vogelgrippe-Risiken und rechtlicher Einschränkungen erfolgte die Wasserlinsenzucht mit Brunnenwasser bzw. mit wenig belastetem Aquakultur-Wasser. Die geerntete Biomasse wurde als Futter für Fische (getrocknet) und Gänse (nass) getestet. Die Fütterungsversuche mit den Fischen zeigten eine gute Akzeptanz und Verträglichkeit bei leichten Leistungseinbußen. Die WL beeinflussten die Farbe, Zusammensetzung der Inhaltsstoffe und sensorische Eigenschaften der Fischfilets, nicht aber die gemessenen physikalischen Fleischqualitätsparameter. Die WL wiesen einen hohen Rohproteingehalt auf. Zusätzlich wurden Konservierungsmethoden (z. B. Silierung) zur Verbesserung der Lagerfähigkeit der WL erprobt.
ELER 2014-2020 für Operationelle Gruppen (im Sinne von Reg. 1305/2013 Art. 56)
Universität Vechta, Verbund Transformationsforschung agrar
Frau Dr. Barbara Grabkowsky
Driverstr. 22
49377 Vechta
Telefon: 04441-15287
Mail: barbara.grabkowsky@uni-vechta.de
Universität Vechta, Verbund Transformationsforschung agrar , GAU Göttingen, Department für Nutztierwissenschaften, Novagreen Projektmanagement GmbH, Johann-Michael Claßen Gänsezucht
2022
abgeschlossen
484.324
Projektwebseite bei EIP Niedersachsen
DE94F