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Informationen zu allen Forschungsprojekten, die bislang in Deutschland von der EU und den Bundesländern über EIP-Agri gefördert wurden und werden, finden Sie in unserer Datenbank.
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Hessisches Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat
Hessen
Mainzer Straße 80
65189 Wiesbaden
Website: Externer Link zur Behörde
Die Anforderungen an die Flächenbewirtschaftung wachsen stetig, daher ist es notwendig die Düngereffizienz zu erhöhen. Dafür sollte die gesamte Kulturführung von Aussaat bis Ernte auf das Potential des Bodens abgestimmt sein. Werkzeuge der Präzisionslandwirtschaft (PL) sind hierfür bestens geeignet, jedoch ist eine umfassende Einführung von PL-Technologien in der Praxis bisher aus diversen Gründen ausgeblieben. Ziel dieses Vorhabens ist es eine Bewirtschaftungsmethode hinsichtlich Verknüpfung vorhandener und neuer Technologien der PL zu entwickeln und dabei auf Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Handhabbarkeit zu prüfen. An drei unterschiedlichen Standorten wird die gesamte Kulturführung auf das Ertragspotential des Standorts abgestimmt mit Hilfe des SoilOptix Bodenscanners von Geo-Konzept und die Erntemenge und -qualität analysiert u.a. mit NIRS-Sensor. Die Ergebnisse werden dann für die Erstellung von Nährstoff– und Applikationskarten verwendet sowie für die Entwicklung bedarfsgerechter Dienstleistungen zur Unterstützung eines optimierten Stickstoffdüngereinsatzes.
Abschlussbericht zum Download (PDF-Datei)
Das Projekt zeigt, dass kartenbasierte, teilflächenspezifische Stickstoffdüngung technisch praxistauglich ist und mindestens die gleiche Leistung wie eine einheitliche Düngung erreicht. Ertrag, Proteingehalt und N-Effizienz blieben im Durchschnitt auf vergleichbarem Niveau. Ein deutlicher Mehrertrag oder wirtschaftlicher Vorteil konnte jedoch nicht konsistent nachgewiesen werden. Entscheidend ist weniger die Verteilung als die insgesamt optimal angepasste Stickstoffmenge. Eine Reduktion der N-Gesamtgabe um etwa 10 % ist unter günstigen Standort- und Witterungsbedingungen möglich, ohne Ertrags- oder Qualitätsverluste. In ungünstigen Jahren steigt jedoch das Risiko von Mindererträgen. Die technische Umsetzung funktionierte grundsätzlich, erforderte jedoch Einarbeitung und organisatorischen Aufwand. Wirtschaftlich ergaben sich weder klare Vor- noch Nachteile. Teilflächenspezifische Düngung ist besonders sinnvoll bei heterogenen Schlägen und bereits hohem ackerbaulichem Niveau.
ELER 2014-2020
Professur für Landwirtschaftliche Produktionsökonomik, Justus-Liebig-Universität Gießen
Prof. Dr. Joachim Aurbacher
Senckenbergstraße 3
35390 Gießen
Telefon: 0641-99-37260
Mail: joachim.aurbacher@agrar.unigiessen.de
Zweilindenhof, Torsten Reim, Holzhausen über Aar; Hofgut Kaden GbR, Konrad Schäfer, Jörg Heep, Kaden; Doerr-Agrar, Andreas Dörr, Wasungen; Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen
2022
abgeschlossen
400.000
DE721 Gießen