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Hessisches Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat
Hessen
Mainzer Straße 80
65189 Wiesbaden
Website: Externer Link zur Behörde
Im hessischen Wirtschaftsgrünland besteht ein Konflikt zwischen dem Erhalt der Biodiversität und der landwirtschaftlichen Produktivitätssteigerung. Die Intensivierung der Bewirtschaftung reduziert die Vielfalt der Kräuterarten als Futterbasis und beeinträchtigt die Ökosystemleistungen. Das Vorhaben möchte diesen Zielkonflikt durch die Anlage kleinformatiger Schonstreifen (5% Flächenanteil) auflösen. Kurzfristig ermöglicht dies Prozessschutz auf kleiner Fläche, langfristig die nachhaltige und flächendeckende Wiederherstellung wertvoller Grünlandgemeinschaften. Gesamtziel ist es, den Verfahrensprozess in die hessische Agrarumweltförderung zu integrieren, dort vorhandene Fördermodule zu optimieren und Biodiversitätseffekte zu quantifizieren. Dafür findet eine Anlage der Schonstreifen im Grünland und in den landwirtschaftlichen Praxisbetrieben statt. Ebenfalls wird der Einfluss der Streifen auf die Biodiversität der Gräser und Kräuter sowie der Insekten untersucht. Verschiedene Mahdtechniken werden zur Ermittlung eines optimalen Ergebnisses von Biodiversitätssteigerung und Ertragsleistun erprobt.
Abschlussbericht zum Download (PDF-Datei)
Das Hauptziel der Erfassung der floristischen und faunistischen Biodiversität wurde vollumfänglich erreicht, biodiversitätsfördernde Effekte konnten aufgezeigt werden. Ebenso konnte der Effekt der Anreicherung der Boden-Samenbank des Gesamtschlages durch den wandernden Schonstreifen nachgewiesen werden. Festzustellen ist insbesondere, dass die zu erwartenden Effekte in der Regel nicht unmittelbar auftreten. Im Zusammenhang mit dem Befund, dass Schonstreifen kleinräumig den ökologischen Kontrast auf der Fläche erhöhen und durch die wandernden Schonstreifen anhaltende Biodiversitätsförderung möglich sind, wurde der über den Schonstreifen hinauswirkende positive Effekt der Maßnahme auf Schlagebene erbracht. Hinsichtlich des Managements konnten Hinweise zu den Pflegemaßnahmen erbracht werden, die als eine Einschätzung für zukünftige Maßnahmenformulierungen abrufbar sind.
ELER 2014-2020
Professur für Ökologischen Landbau mit dem Schwerpunkt nachhaltige Bodennutzung, Justus-Liebig Universität Gießen
Dr. Peter Ströde
Karl-Glöckner-Str. 21 C
35394 Gießen
Telefon: 0641 / 99 37742
Mail: peter.a.stroede@agrar.uni-giessen.de
Institut für Tierökologie, Justus-Liebig Universität Gießen; Gladbacherhof, Justus-Liebig Universität Gießen; Oberer Hardthof, Justus-Liebig Universität Gießen; Landwirtschaftlicher Betrieb Dr. Konstantin Becker; Sonnenhof GbR, Jürgen Scheld; Nikolai und Sandra Hampel GbR; LWG Dottenfelder Hof KG; Bioland e.V. Landesverband Hessen; Assoziierter Partner: Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
2021
abgeschlossen
355.213
DE721 Gießen