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Informationen zu allen Forschungsprojekten, die bislang in Deutschland von der EU und den Bundesländern über EIP-Agri gefördert wurden und werden, finden Sie in unserer Datenbank.
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Hessisches Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat
Hessen
Mainzer Straße 80
65189 Wiesbaden
Website: Externer Link zur Behörde
Auf allen politischen und gesellschaftlichen Ebenen wird ein nachhaltiges Wirtschaften, aktuell mit der neuen Düngeverordnung 2016 (DüV), angestrebt. Um zukünftig nachhaltig wirtschaften zu können, ist eine Reduzierung der N-Düngung mit einem optimierten Düngesystem auf 170 kg N/ha anzustreben (aktuell ca. ≥ 200 kg N/ha). Derzeit ist eine nachhaltige Produktion von Backweizen in der Wertschöpfungskette „Rohstoff – Mehl – Backwaren“ aufgrund hoher Anforderungen an die Korn-Proteinkonzentration kaum möglich. Die hohen Anforderungen führen zu einer hohen Stickstoffdüngung sowie hohen Stickstoff-(N)-Salden (N-Überhängen) und letztlich potenziell zu Problemen im Grundwasserschutz. Verschiedene Forschungsvorhaben konnten bereits nachweisen, dass für die angestrebten Backqualitäten eine reduzierte N–Düngung möglich ist, wenn folgende Aspekte berücksichtigt werden: Anbau von Sorten mit hoher Kleberqualität, losgelöst vom Rohprotein-Gehalt; Bewertung der Backqualität mit einem auf Kleberqualität optimierten Backtests (OBT); Anpassung der N-Düngung. Ziel ist es ein nachhaltiges zertifiziertes N-Düngesystems für Backweizen entlang der Wertschöpfungskette zu etablieren.
Abschlussbericht zum Download (PDF-Datei)
Die Machbarkeit einer reduzierten N-Düngung ohne Qualitätseinbußen konnte demonstriert und Verbesserungspotenziale in den Anbausystemen deutlich gemacht werden. Der Vertragsanbau ist derzeit ein notwendiges Instrument zur Ablösung der weiterhin gängigen Bezahlung in Abhängigkeit vom Proteingehalt, da diese für die Einführung einer reduzierten N-Düngung kontraproduktiv ist. So standen der Umsetzung der Düngeverordnung weniger die Mehlqualität oder die landwirtschaftliche Produktivität im Weg als vielmehr eine Marktumorientierung in Bezug auf die Weizenqualitätsbewertung. Es wurde gezeigt, dass die Backfähigkeit der Mehle durch einen Optimierten-Backtest gesichert werden kann. Der Aufbau einer Wertschöpfungskette (Landwirte-Mühle-Bäcker) ist notwendig, um nachhaltig erzeugte, hochwertige Back-Mehle mit geringeren Proteinwerten als marktüblich zu erzeugen. Die Ergebnisse sind allgemein übertragbar (Bildung Wertschöpfungskette, N-Düngerreduzierung, Sorten mit hoher Kleberqualität).
ELER 2014-2020 für Operationelle Gruppen (im Sinne von Reg. 1305/2013 Art. 56)
Forschungsring e.V. Darmstadt
Dr. Ludger Linnemann
Brandschneise 5
64295 Darmstadt
Telefon: 06155-842119
Mail: linnemann@forschungsring.de
Forschungsring e.V., Darmstadt, Alexander Albrecht, Justus-Liebig Universität (Institut für Pflanzenbau), MGH Gutes aus Hessen GmbH, H. Thylmann GmbH & Co. KG Kilianstädter Mühle, Assoziierte Partner: Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen—Landwirtschaftszentrum Eichhof, Verschiedene Bäckereien
2016
abgeschlossen
250.850
DE716 Darmstadt-Dieburg