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Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft
Sachsen
Postfach 10 05 101
01076 Dresden
Website: Externer Link zur Behörde
Es erfolgte eine Prüfung zweier alter Hühnerrassen auf Mast-, Schlacht- und Legeleistung, Eiqualität sowie Tierwohlindikatoren sowie die Erprobung eines Mauserkonzept für Rassegeflügel. Als lokale Zweinutzungsrassen dienten dabei: 1) Dresdner Huhn als leistungsstarke sächsische Heimatrasse mit kulturhistorischer Bedeutung für die regionale Rassegeflügelzucht und 2) Zwerg-Dresdner als sächsische Zwerghuhnrasse mit positiver Leistungserwartung.
Als Kontrollgruppe dienten marktübliche Hybrid-Legehennen für die Eiererzeugung und eine langsam wachsende Broilerherkunft für die Fleischerzeugung. Alle Gruppen unterlagen extensiver Freilandhaltung. Mit den Erkenntnissen zu Leistungsvermögen und Tierwohlindikatoren besteht einerseits eine exakte Charakterisierung der Hühnerrassen. Andererseits liegt damit eine belastbare Basis vor, um die regionale Nischenproduktion mit diesen Rassen zu etablieren. Ergebnisse zur endoparasitären Belastung helfen dabei, Tiergesundheitspläne für Rassehühner optimieren. Die Erprobung eines Regimes zur gezielten Legepause ermöglicht Aussagen zur Eignung eines solchen Konzepts bei Rassehühnern.
Abschlussbericht zum Download (PDF-Datei)
Performanceunterschiede zwischen den Rassen bzw. Genotypen zeigten sich u.a. hinsichtlich der Legeleistung, Futterverwertung und Dauer der Legepause. Im ersten Legejahr legte die durchschnittliche Dresdner-Henne 143 Eier, die Zwerg-Dresdnerhennen 157 Eier. Erwartungsgemäß lag die Leistung damit unter jener der Hochleistungshybriden. Vorteile der regionalen Rassen gegenüber den Hybridhennen zeigten sich aber Ei-Dotteranteil sowie bestimmter Tierwohlindikatoren. Gerade in bäuerlichen Betrieben mit Direktvermarktung müssen sich die Hennen auch am Ende der Legeperiode in einwandfreiem Gefieder- und Gesundheitsstatus präsentieren.
Es wurde ein Mauserkonzept erprobt, was die Nutzung über mehrere Legeperioden in Zukunft vereinfacht. Mit Bezug zur Regionalität der eingesetzten Rassen kann in der Vermarktung der Eier und Schlachtkörper durchaus ein Zusatznutzen bzw. Alleinstellungsmerkmal erreicht werden.
ELER 2014-2020 für Operationelle Gruppen (im Sinne von Reg. 1305/2013 Art. 56)
Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTW)
Prof. Dr. med. vet. Markus Freick (nunmehr Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)
Friedrich-List-Platz 1
01069 Dresden
Telefon: 03514623036
Mail: markus.freick@landw.uni-halle.de
Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden, Sächsischer Rassegeflügelzuchtverband e.V., Landwirtschaftsbetrieb Rump, Leipziger Rassegeflügelzüchterverein
2021
abgeschlossen
119.544
DED21