Wir verwenden Cookies, um Ihnen die optimale Nutzung unserer Webseite zu ermöglichen. Es werden für den Betrieb der Seite nur notwendige Cookies gesetzt. Details in unserer Datenschutzerklärung.
Informationen zu allen Forschungsprojekten, die bislang in Deutschland von der EU und den Bundesländern über EIP-Agri gefördert wurden und werden, finden Sie in unserer Datenbank.
Über unsere Projektsuche können Sie nach Suchbegriffen, Starttermin und aktuellem Status filtern.
Hessisches Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat
Hessen
Mainzer Straße 80
65189 Wiesbaden
Website: Externer Link zur Behörde
Die Landwirtschaft hat das Potenzial durch innovative Anbausysteme und Humusaufbau Treibhausgasemissionen zu reduzieren und Kohlenstoff zu fixieren. In diesem Vorhaben sollen vorhandene Anbausysteme kombiniert und den klimatischen Bedingungen in Hessen angepasst werden, um Humusaufbau und Ertragsstabilität zu gewährleisten. Hierbei werden multifaktorielle Effekte auf Umwelt, Klima und Lebensmittelproduktion durch Einsatz neuer Zwischenfruchtmischungen und innovativer Anbausysteme wissenschaftlich untersucht. Dafür werden Exaktversuche mit der Anlage von 36 Versuchsparzellen mit drei verschiedene Bearbeitungsverfahren (Fräse, Direktsaat, Pflug) durchgeführt. Diese werden jeweils mit drei unterschiedlichen Hauptkulturen (Ackerbohne, Mais, Winterweizen) nach einer, auf das Bearbeitungsverfahren angepassten, Zwischenfrucht erprobt. Ein Ergebnis soll der Aufbau eines Praxisforschungsnetzwerkes sowie ein Praxisleitfaden für landwirtschaftliche Ackerbaubetriebe sein.
Abschlussbericht zum Download (PDF-Datei)
Die Ergebnisse zeigen, dass Jakobskreuzkraut vor allem durch angepasstes Flächenmanagement wirksam zurückgedrängt werden kann. Entscheidend sind eine hohe Vegetationsdeckung, standortangepasste Flächenpflege nach guter landwirtschaftlicher Praxis, regelmäßige Mahd sowie die Verbesserung der Bodenstruktur, damit Feuchtigkeit im Boden gehalten wird. Besonders wirksam ist die selektive Rosettenbehandlung, also das gezielte Entfernen einzelner Rosettenpflanzen im frühen Entwicklungsstadium bei geringem Aufwuchs. Dadurch wird die Ausbreitung und Aussamung unterdrückt, während die Begleitvegetation geschont wird. Da Jakobskreuzkraut in der Versuchsregion häufig vorkommt, ist das Risiko einer Wiedereinwanderung von benachbarten Flächen hoch. Betriebsübergreifende Konzepte und Absprachen zwischen Betrieben sind daher sinnvoll. Insgesamt sichern frühzeitiges Handeln, regelmäßiges Monitoring und abgestimmte Maßnahmen langfristig stabile resiliente Grünlandflächen.
ELER 2014-2020
Vereinigung ökologischer Landbau Hessen e.V.
Tim Treis
Binsförther Straße 26
34326 Neumorschen
Telefon: 05664/939772
Mail: info@voel-hessen.de
VÖL Hessen e.V., Bioland LV Hessen, Naturland LV Hessen, Öko Beratungs GmbH, Hofgut Gnadenthal (Landwirtschaftlicher Betrieb), Weidehof (Landwirtschaftlicher Betrieb), Hof Brandau (Landwirtschaftlicher Betrieb), Eckhardt & Platzdasch GbR (Landwirtschaftlicher Betrieb), JLU Gießen, Institut f. Pflanzenbau, Comunis Projektbüro
2020
abgeschlossen
400.000
DE735 Schwalm-Eder-Kreis