EIP-Projekt-Datenbank

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Wirkung von Phosphor-Recyclingprodukten aus der Kaskadennutzung von Klärschlamm in Mittelhessen

Zuständige Behörde

Hessisches Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat

Bundesland

Hessen

Kontaktdaten

Mainzer Straße 80
65189 Wiesbaden

Website: Externer Link zur Behörde

Projektbeschreibung

Phosphor (P) ist ein wesentliches Nährelement für alle Lebewesen, welches nicht ersetzt werden kann. Die Lagerstätten sind weltweit jedoch stark limitiert. Eine Kreislaufwirtschaft, die P aus sekundären Rohstoffquellen zurückführt und der Landwirtschaft als P-Dünger zur Verfügung stellt ist daher unabdingbar.

Das höchste P-Recyclingpotential sekundärer Rohstoffquellen wurde im Abwasserpfad festgestellt, es ist zudem gesetzlich vorgeschrieben P aus dem Abwasser zurückzugewinnen. Allerdings verbieten Neuerungen in der Klärschlammverordnung großen Kläranlagen die direkte Verwertung von Klärschlämmen in der Landwirtschaft. Neue Strategien zur effizienten Nutzung von Phosphor sind daher notwendig.

Ziel des Vorhabens ist die Untersuchung der Wirkung von Phosphor-Recyclingprodukten aus der Mehrfachnutzung von Klärschlamm in der Region Mittelhessen auf den Ertrag und die Qualität der Ernteprodukte sowie Etablierung eines P-Stoffstrommanagements. Der Düngemittelproduktion ist eine thermische Nutzung vorgelagert, welche sicherstellen soll, dass unerwünschte Stoffe ohne Rückstände entfernt werden.

Abschlussbericht

Abschlussbericht zum Download (PDF-Datei)

Ergebnisse mit Fokus auf Praxisorientierung

Wichtigste Schlussfolgerung ist es, dass Phosphor-Recycling aus Klärschlämmen in Mittelhessen möglich ist, indem über den Pfad der Klärschlammmonoverbrennung und anschließender Aschebehandlung ein schadstoffarmer und pflanzenverfügbarer Phosphordünger produziert wird. Es wurde ein deutlicher Einfluss sowohl der Liefertaktung des Klärschlamms zur Verbrennungs- und P-Rückgewinnungsanlage als auch des innerbetrieblichen Lagermanagements auf die Qualität des Düngemittels belegt. Das aus den Klärschlämmen zurückgewonnene Phosphat ist gemäß der vorliegenden Phosphorströme einsetzbar. Die Ertragswirksamkeit des geprüften P-Rezyklats konnte in den Container- und Feldversuchen nachgewiesen werden. Andere Verfahren des P-Recyclings aus Klärschlammen sind ebenfalls denkbar, wobei eine hohe Pflanzenverfügbarkeit von Phosphor und eine geringe Schwermetall-Kontamination in den entsprechenden Rezyklaten gegeben sein muss. Dabei sollte dem Element Nickel besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Schlüsselwörter

  • Gartenbau und Gehölze im Freiland (einschließlich Weinbau, Oliven, Obst, Zierpflanzen)
  • Pflanzennährstoffe
  • Boden
  • Energie
  • Klimawandel (einschließlich Treibhausgasreduzierung, Anpassung und Abschwächung sowie andere luftbezogene Themen)

Hauptfördermittelquelle

ELER 2014-2020 für Operationelle Gruppen (im Sinne von Reg. 1305/2013 Art. 56)

Kontakt zur OG

Justus-Liebig-Universität Gießen, Institut für Pflanzenernährung
Prof. Dr. Diedrich Steffens
Heinrich-Buff-Ring 26-32
35392 Gießen

Telefon: 0641/9939165

Mail: diedrich.steffens@ernaehrung.uni-giessen.de

Mitglieder OG

Prof. Dr. Harald Weigand & Prof. Dr. Ulf Theilen (Technische Hochschule Mittelhessen), Malte Luh (Landwirt), Henning Schäfer (Landwirt), Volker Eckert (Landwirt), Steffen Schwarz (Landwirt), Infraserv GmbH & Co. Höchst KG

Art der Mitglieder der OG

  • Landwirtschaft
  • Forschung
  • Unternehmen
  • Verwaltung

Projektbeginn

2019

Projektstatus

abgeschlossen

Beantragtes Gesamtbudget in EUR

399.962

Zusätzliche Informationen

Link 1

Projektsteckbrief

Link 2

Merkblatt für die Praxis

NUTS3 CODE

DE721 Landkreis Gießen

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