EIP-Projekt-Datenbank

Informationen zu allen Forschungsprojekten, die bislang in Deutschland von der EU und den Bundesländern über EIP-Agri gefördert wurden und werden, finden Sie in unserer Datenbank.

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Anbau von Soja ohne Flächenkonkurrenz durch Mischanbau in Weizen und Silomais

Zuständige Behörde

Hessisches Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat

Bundesland

Hessen

Kontaktdaten

Mainzer Straße 80
65189 Wiesbaden

Website: Externer Link zur Behörde

Projektbeschreibung

Aktuellen Marktstudien zufolge übersteigt der potentielle Flächenbedarf in Hessen und angrenzenden Regionen für die Produktion von Soja zu Futter- und Speisezwecken die momentane Anbaufläche Soja um ein vielfaches. Der größte Teil wird aus Drittländern importiert. Gegen eine Ausweitung des regionalen Sojaanbaus spricht zum einen ein hohes Anbaurisiko von Soja. Zum anderen würde aufgrund knapper Fläche eine spürbare Ausweitung der Sojaanbaufläche eine Reduktion des Anbauumfangs anderer Kulturen bedeuten, was zu negativen Auswirkungen in anderen Produktionsbereichen führen würde. Ziel des Vorhabens ist es daher, ein Anbausystem zu entwickeln, das die Anbausicherheit für Soja erhöht und keinen zusätzlichen Flächenbedarf aufweist bei einer gleichzeitigen Erhöhung der Biodiversität. Es wird erwartet, dass eine Einsaat von Soja in Winterweizen („on top“), welcher im Anbauverfahren „Weite Reihe“ kultiviert ist, keine negative Auswirkung auf den Weizenertrag hat. Bei einem Mischanbau von Soja und Mais zur Futtergewinnung  als Ganzpflanzensilage wird außerdem eine Erhöhung des Proteingehaltes im Erntegut im Vergleich zum reinen Maisanbau erzielt.

Abschlussbericht

Abschlussbericht zum Download (PDF-Datei)

Ergebnisse mit Fokus auf Praxisorientierung

Es wurde gezeigt, dass unter den Bedingungen in Hessen in den Jahren 2018 bis 2021 ein Mischanbau von Weizen und Soja in Hessen nicht zu empfehlen ist und dass keine Eignung vorliegt, damit den Sojaanbau auszuweiten. Eine Ausweitung eines Anbaus von Soja zur Körnernutzung steht damit weiter in Konkurrenz zu anderen wichtigen und bewährten Kulturen. Bei dieser Mischkultur wurde kein wirtschaftlich konkurrenzfähiger Ertrag generiert, sodass auch keine Entwicklung effektiver, umweltgerechter und/oder ökologischer Anbau- und Nutzungsverfahren stattfand und die Produktivität der Pflanzenproduktion nicht verbessert wurde. Durch einen Mischanbau von Mais und Soja konnte gezeigt werden, dass dadurch der Proteingehalt im Grundfutter (Maissilage) erhöht werden kann, ohne einen zusätzlichen Flächenbedarf. In einigen Fällen konnte sogar ein Mehrertrag von Mais beobachtet werden, wenn Soja als Gemengepartner angebaut wurde. Hier benötigt es zukünftig angepasste mechanische Pflegetechnik.

Schlüsselwörter

  • Ausrüstung und Maschinen
  • Gartenbau und Gehölze im Freiland (einschließlich Weinbau, Oliven, Obst, Zierpflanzen)
  • Boden
  • Biodiversität und Natur
  • Lebensmittelsicherheit, -qualität, -verarbeitung und -ernährung
  • Lieferkette, Vermarktung und Verbrauch

Hauptfördermittelquelle

ELER 2014-2020 für Operationelle Gruppen (im Sinne von Reg. 1305/2013 Art. 56)

Kontakt zur OG

Justus-Liebig Universität Gießen, Professur für Ökologischen Landbau
Dr. Konstantin Becker
Karl-Glöckner-Str. 21c
35394 Gießen

Telefon: 0641-9937732

Mail: konstantin.becker@agrar.uni-giessen.de

Mitglieder OG

Landbauschule Dottenfelderhof e.V.; Forschungsring e.V.; 3 landwirtschaftliche Unternehmen (Götz Wollinsky, Christoph Förster, Karl-Heinrich Kohl); Taifun-Tofu GmbH, Landwirtschaftliches Zentrum für Sojaanbau & Entwicklung

Art der Mitglieder der OG

  • Landwirtschaft
  • Beratung
  • Forschung

Projektbeginn

2018

Projektstatus

abgeschlossen

Beantragtes Gesamtbudget in EUR

285.176

Zusätzliche Informationen

Link 1

Projektwebseite

Link 2

Praxisblatt

NUTS3 CODE

DE721 Gießen

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