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Hessisches Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat
Hessen
Mainzer Straße 80
65189 Wiesbaden
Website: Externer Link zur Behörde
In Hessen werden derzeit mehr als 200 Biogasanlagen unterschiedlicher Größe betrieben, wodurch ein jährliches Gärrestaufkommen von mehr als 2 Mio. Tonnen entsteht. Die Integration von Gärresten aus Biogasanlagen in den agrarwirtschaftlichen Nährstoffkreislauf, auch als Ersatz für mineralische Düngemittel, ist sowohl aus ökonomischer als auch ökologischer Sichtweise sinnvoll. Allerdings setzt ein effizienter Einsatz dieser Nährstoffquelle sehr gute Kenntnisse über die Steuerung der Dosis und des Ausbringungszeitpunktes voraus, da zahlreiche Einflussfaktoren Auswirkungen auf die Pflanzenverfügbarkeit und somit den Ertrag und die Qualität haben. Eine detaillierte Untersuchung dieser Zusammenhänge und die Entwicklung einer Software (Gärreste-App) sollen einen Beitrag zur Lösung dieser Probleme leisten. Primäres Ziel ist die nährstoffeffiziente Nutzung von Gärresten als organisches Düngemittel bei gleichzeitig deutlich reduzierter Belastung der Umwelt (Boden, Wasser, Luft) durch den Einsatz von innovativen und standortangepassten Lösungen beim Anbau von Weizen und Mais und schließlich eine deutliche Ertrags- und Qualitätssicherung.
Abschlussbericht zum Download (PDF-Datei)
Die OG stellte fest, dass Gärreste gut geeignet sind, um beim Mais eine vollständige Versorgung mit Stickstoff, Kalium und Phosphor zu ermöglichen. Auch im Winterweizen können Gärreste im zeitigen Frühjahr mit Injektionsverfahren effektiv ausgebracht werden. Allerdings kann aus den Werten auch geschlussfolgert werden, dass die Düngung mit Gärresten sich nachteilig auf die Protein-Gehalte des Weizens auswirkt. Im Ergebnis der Untersuchungen können Empfehlungen zur Applikation von Gärresten im Ackerbau, speziell zu Weizen und Mais, gemacht werden, die zu einer nachhaltigeren Pflanzenproduktion in Hessen beitragen. Die Ergebnisse sind nicht nur für konventionelle Betriebe, sondern auch für „Bio-Betriebe“ anwendbar. Die am Beispiel eines Praxisbetriebes und Praxisversuches erarbeiteten Empfehlungen zur Optimierung des Einsatzes von Gärresten können insgesamt als Beitrag zur Effizienzsteigerung und zur Nachhaltigkeit der Landwirtschaft gewertet werden.
ELER 2014-2020
Justus-Liebig-Universität Gießen / Professur für Pflanzenbau
Prof. Dr. Bernd Honermeier
Schubertstraße 81
35392 Gießen
Telefon: 0641-9937440
Mail: bernd.honermeier@agrar.uni-giessen.de
Landwirtschaftlicher Betrieb (Hof Capelle) Lohnunternehmen Metz Assoziierte Partner: Stadtwerke Gießen (SWG) Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH)
2017
abgeschlossen
318.280
DE72Gießen