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Was ist ein "Smart Village"? Der Begriff bietet viel Interpretationsspielraum – eine einheitliche Definition gibt es nicht. Teilweise werden auch Bezeichnungen wie "Digitale Dörfer" oder "Intelligente Dörfer" synonym dafür verwendet.
Über eines ist man sich aber weitgehend einig: "smart" bedeutet mehr als raffinierte digitale Lösungen für Dörfer. Es geht stattdessen gleichermaßen um eine intelligente Vernetzung der Infrastruktur, der Verwaltung und der Bevölkerung.
Hier stellen wir eine Auswahl von Projekten vor, die von Vereinen, Initiativen oder als LEADER-Projekt initiiert wurden.
Die als Verein organisierte Initiative beschäftigt sich nicht allein mit digitalen Themen, sondern auch mit Projekten in den Bereichen Demokratie, Umwelt, Wohnen und Infrastruktur.
Zur Website des "Smart Village im Hohen Fläming"
Das LEADER-Projekt "Dorf.Zukunft.Digital" hat das Ziel, 30 Dörfer fit für die digital vernetzte Zukunft zu machen. Sie erhalten im dreijährigen Förderzeitraum ab 2020 beispielsweise IT-Equipment für ihr Dorfgemeinschaftshaus. Außerdem werden die Dörfer in den Bereichen Projektmanagement, Fördermittelbeantragung, EDV, Social-Media-Kommunikation, Datensicherheit und neues Ehrenamt geschult. Das Projekt baut auf das 2016 gestartete Projekt "Smart Country Side" auf.
Zur Website von "Dorf.Zukunf.Digital"
Die gemeinnützige Initiative "Silicon Vilstal" im Süden von Landshut möchte gesellschaftliche Innovationen in der Region fördern und digitale Chancen für die Bevölkerung ländlicher Regionen greifbar machen.
Ziel des Projekts ist es, Dienstleistungen und Güter des täglichen Bedarfs für alle zugänglich zu machen – unabhängig von Wohnort, Alter oder Mobilität.
Zur Website des "Smart Village St. Wendeler Land"
Im Folgenden findet sich eine Auswahl von Projekten, die von öffentlicher Seite initiiert wurden.
Ziel der Initiative "Digitales Dorf" ist es, Ideen zur Digitalisierung in fünf bayerischen Modelldörfern exemplarisch zu erproben. Sie wird in einer Kooperation von Gemeinden, Fraunhofer-Instituten und Hochschulen umgesetzt. Bisher sind beispielsweise ein digitaler Pflegekompass und ein digitales Tourismusbüro entstanden.
Zur Website von "Digitales Dorf"
Die Stadt Soest – mit dem Kreis und den Städten Iserlohn und Lippstadt als Partner – zählt zu den fünf digitalen Modellregionen in Nordrhein-Westfalen. Sie können vier Jahre lang (bis 2022) Digitalisierungsprojekte unterstützen: etwa das Online-Beteiligungsportal "Mitdenken Soest" oder einen Lehrgang zum Thema "E-Commerce" für Auszubildende des regionalen Einzelhandels.
Das Projekt „Digitale Dörfer“ wird vom Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz, dem Fraunhofer IESE und der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz gefördert und ist bereits 2015 gestartet. In Kooperation mit drei Verbandsgemeinden wurden verschiedene digitale Tools entwickelt, etwa die "LieferBar", ein Mitbringservice für die Gemeinde, oder der "DorfFunk", eine regionale Kommunikationszentrale, die mittlerweile bundesweit in vielen Regionen angewendet wird.
Das Modellprojekt wurde vom Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern in Kooperation mit dem Städte- und Gemeindetag Mecklenburg-Vorpommern ins Leben gerufen. Es testet in den Ortschaften des Gemeindeverbunds Hohenkirchen digitale Dorfplätze.
Das Projekt "Digitale Dörfer Niedersachsen" wird als Kooperationsprojekt der Stiftung Digitale Chancen mit dem Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE) durchgeführt und vom Niedersächsischen Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung gefördert.
Die Plattform "Digitale Dörfer" unterstützt Kommunen als niedrigschwelliges und datenschutzrechtlich lkonformes Angebot bei der Digitalisierung in ländlichen Räumen mit unterschiedlichen Lösungen, die sich an den Bedarfen der Nutzer orientieren.
In diesem Projekt stehen die Chancen der Digitalisierung für das tägliche Leben in ländlichen Räumen im Fokus. In der Modellregion Lommatzscher Pflege werden gemeinsam mit den Bewohnern, der Verwaltung und Forschern des Fraunhofer IESE digitale Dienste getestet und weiterentwickelt. Eine Veranstaltungsreihe vermittelt in Form von Workshops die dazu notwendigen Hintergründe und beleuchtet das Thema ländlicher Digitalisierung.
Das Projekt „Digitale Dörfer Sachsen“ ist Teil des simul+ InnovationHub. Unter diesem Dach realisieren Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Verwaltung gemeinsam innovative Projekte.
Mit "digital@bw" hat sich das Bundesland elf verschiedene Ziele angenommen, um die Digitalisierung in Baden-Württemberg strategiehinterlegt voran zu treiben.
Mit den 2019 und 2020 gestarteten Modellprojekten "Smart Cities" unterstützt das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat Kommunen dabei, sektorenübergreifende digitale Strategien für das Stadtleben der Zukunft zu entwickeln und zu erproben. Auch ländliche Gemeinden, interkommunale Kooperationen und Landkreise werden gefördert.
Mit dem Modellvorhaben "Smarte.Land.Regionen" unterstützt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft seit 2020 sieben Landkreise bei der Entwicklung und Umsetzung digitaler Lösungen im ländlichen Raum. In 15 weiteren Landkreisen wird jeweils ein Digitalprojekt innerhalb der Digitalstrategie gefördert.
Zum Portal "Smarte.Land.Regionen"
In zwölf Modellvorhaben soll von 2020 bis 2023 die Entwicklung oder Verbreitung innovativer digitaler Anwendungen erprobt werden, um langfristig die Daseinsvorsorge zu sichern. Die Fördermaßnahme wird vom Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat in Kooperation mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung umgesetzt. Ab 2021 werden weitere sechs Projekte unterstützt.