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Populationsmanagement

Zuständige Behörde

Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein

Bundesland

Schleswig-Holstein

Kontaktdaten

Mercatorstraße 3
24106 Kiel

Website: Externer Link zur Behörde

Projektbeschreibung

Alte, typisch regionale Haustierrassen (Rotbuntes Rind in Doppelnutzung, Deutsches Weißköpfiges Fleischschaf, Deutsche Weiße Edelziege, Angler Sattelschwein, Angler Rind, Schleswiger Kaltblut) sind in ihrem Bestand bedroht bzw. extrem gefährdet. Sie sind bedeutender Bestandteil der Biodiversität unserer Haustierrassen. Die gegründete Operationelle Gruppe "Tiergenetische Ressourcen" möchte das Inzuchtmanagement und den Zuchtfortschritt dieser Rassen weiterentwickeln und nutzt zur Analyse der Populationen moderne genombasierte Methoden. Im ersten Schritt werden Pedigreeanalysen durchgeführt und genombasierte Populationsparameter geschätzt. Als nächste Arbeitsschritte werden die Analyse des Fremdblutanteils beim Rotbunten Rind in Doppelnutzung und Angler Rind, sowie die Analyse von Angler Rind, Sattelschwein, Deutsches Weißköpfiges Fleischschaf, Schleswiger Kaltblut nach Genotypen vorgenommen. Die Sequenz-Analyse für Schleswiger Kaltblut und Rotbuntes Rind in Doppelnutzung bildet den letzten Arbeitsschritt. Als Ziel will die Operationelle Gruppe ein Anpaarungstool für Praktiker entwickeln, um damit zur Erhöhung der Herdbuchbestände beizutragen.

Abschlussbericht

Abschlussbericht zum Download (PDF-Datei)

Ergebnisse mit Fokus auf Praxisorientierung

In Schleswig-Holstein wurden erstmals genomische Daten für das Angler Sattelschwein und das Weißköpfige Fleischschaf erhoben. Bei Rindern konnte ein Zuchtwert zur Bestimmung des Fremdblutanteils entwickelt werden. Beim Schleswiger Kaltblut erfolgte erstmals eine genomische Sequenzierung einzelner Tiere.

Angler Rind und Rotbunt DN zeigen deutliche Fremdrasseneinflüsse in der Zuchtgeschichte. Durch gezielte Selektion kann der ursprüngliche Rasseanteil erhöht und die Inzucht reduziert werden.

Beim Deutschen Weißköpfigen Fleischschaf lieferten Bocklämmer im Weidemastversuch ohne Kraftfutter vielversprechende Leistungen – ein Impuls für neue Diskussionen zur Zuchtauswahl.

Das Angler Sattelschwein zeigt geringe Inzucht und stellt laut Hauptkomponentenanalyse eine genetisch eigenständige Population dar.

Schlüsselwörter

  • Genetische Ressource
  • Biodiversität und Natur

Hauptfördermittelquelle

ELER 2014-2020

Kontakt zur OG

Arche Warder Zentrum für alte Haus- und Nutztierrassen e.V.
Prof. Dr. Dr. Kai Frölich
Langwedeler Weg 11
24646 Warder

Telefon: 04329-913426

Mail: klingel@arche-warder.de

Mitglieder OG

Karl Dieter Fischer, Kay Poggensee, Andrea Prahl, Hardy Marienfeld, Eike Fandrey, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ( Prof. Dr. Günther Hartl, Prof. Dr. Thaller), Friedrich-Löffler-Institut Mariensee (Dr. Steffen Wiegend, Prof. Dr. Groeneveld a.D.), Arche Warder e.V. (Prof. Dr. Kai Frölich), Förderverein Angler Sattelschwein e.V. (Andrea Prahl), Rinderzucht Schleswig-Holstein eG (Matthias Leisen), Landesverband Schleswig-Holsteiner Schaf- und Züchter e.V. (Janine Bruser), Verein Schleswige

Art der Mitglieder der OG

  • Landwirtschaft
  • Beratung
  • Forschung

Projektbeginn

2015

Projektstatus

abgeschlossen

Beantragtes Gesamtbudget in EUR

408.262

Zusätzliche Informationen

Link 1

Projektwebseite bei EIP Agrar SH

Link 2

Praxisblatt

NUTS3 CODE

DEF0B

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