Neuer Raum in alten Mauern

Für eine ressourcenschonende Baukultur

Fachforum 25 auf dem Zukunftsforum Ländliche Entwicklung des BMLEH, 22. Januar 2026 in Berlin (Block D, 11:15 - 12:45 Uhr)

Programme und Anmeldung zu allen Fachforen sowie Informationen zum Zukunftsforum finden Sie hier

Wie kann Sanierung und Umnutzung bestehender Gebäude Priorität vor dem Neubau bekommen? Wie lässt sich die Nachfrage nach Immobilien besser lenken? Um diese Fragen geht es bei unserem Fachforum. Zur Veranstaltung beim "Zukunftsforum Ländliche Entwicklung“ lädt die DVS gemeinsam mit der BAG LAG, der ASG und dem Büro Brüssel der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ein.

Wohnraummangel, hohe Mieten und Neubauten mit niedrigem Standard sind Realität in zahlreichen Metropolen. In vielen ländlichen Räumen und Kleinstädten gibt es hingegen Leerstand, der Gebäudebestand verliert an Wert und wertvolle, zum Teil historische Bausubstanz verfällt. Dadurch werden große Mengen an Ressourcen verschwendet – die sogenannte graue Energie, die bei der Herstellung und dem Transport von Baustoffen vonnöten ist. In wenig nachhaltige Neubauten fließt dagegen viel Energie.

Was haben wir vor?

Wir wollen in verschiedenen Beiträgen Wert und Zukunft des Gebäudebestandes in ländlichen Räumen betrachten. Und wir diskutieren, welche Hemmnisse für eine konsequentere Nutzung des vorhandenen Gebäudebestandes abgebaut werden müssen. Hierbei ist beispielsweise die Kirche mit ihrem (mittlerweile zu) großen, vielfach ortsbildprägenden oder auch unter Denkmalschutz stehendem Gebäudebestand herausgefordert. 

Auch sind für nicht mehr benötigte Gebäude zukunftsfähige Ideen und Konzepte nötig: Das können ehemals landwirtschaftlich oder gewerblich genutzte Gebäude oder Wohngebäude sein, die in die Jahre gekommen sind. Der erste Beitrag geht der Frage nach: Was bedeutet Wohnen auf dem Land?

  • Wohn(t)raum Land? Materielle Rahmenbedingungen und subjektive Aspekte ländlichen Wohnens
    Prof. Dr. Annett Steinführer & Dr. Aura Moldovan, Thünen-Institut für Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen (angefragt)

Visionen sind gefragt!

In einer Gruppenarbeit wollen wir Visionen und kreative Ideen für alte, leerstehende Gebäude entwickeln. Wir überlegen, wie diese Gebäude für Dorf und Gemeinschaft wieder attraktiv werden können. 

Wie funktioniert es in der Praxis?

Zum Abschluss des Fachforums zeigen drei Projekte, wie es gelingen kann, bestehende Gebäude mit neuem Leben zu füllen. Das Motto: Umbau statt Abriss und keine Angst vor alten Häusern. Denn in den Projekten ging es darum, alte Bauten, auch solche mit Denkmalstatus, modern und alltäglich zu nutzen und keine musealen Objekte zu schaffen. Verschiedene Aspekte behandeln drei Kurzvorträge:

  • Dorfkirchen als Räume der Begegnung nutzen
    Benita Albrecht, Baudirektorin der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers (angefragt)
  • Umbau statt Abriss: Plattenbauten und Nachhaltigkeit – in Aschersleben kein Widerspruch
    Mike Eley, Ascherslebener Gebäude- und Wohnungsgesellschaft mbH (angefragt)
  • Keine Angst vor alten Häusern! Praxisorientierte Bauberatung durch den "Baukulturdienst" Weser-Leine-Harz
    Juliane Hofmann & Imke Heyen, Baukulturdienst (angefragt)

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