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Bild: LAG Fläming-Havel
01.07.2025
LAGn Havelland und Fläming-Havel
ja
Oktober 2024 bis April 2028
Erneuerbare Energien gewinnen in ländlichen Regionen zunehmend an Bedeutung, doch die lokalen Akteure profitieren bislang nur unzureichend von diesem Wandel.
Um dies zu ändern und die Wertschöpfung in der Region zu fördern, setzen die Lokalen Aktionsgruppen (LAGn) Havelland und Fläming-Havel gemeinsam das Projekt "Kommunale Photovoltaik-Potenziale für den Ausbau der Bürgerenergie" um.
Ziel des Projekts ist es, einen möglichst hohen Anteil an Wertschöpfung in den Regionen zu sichern. Die beiden Projektpartner sehen großes Potenzial in Initiativen, die von Bürgerinnen und Bürgern – etwa durch Energiegenossenschaften – oder von Kommunen getragen werden.
Mit der Energiewende eröffnen sich große Chancen für den ländlichen Raum. Erneuerbare Energien werden vor allem im ländlichen Raum produziert, womit neue wirtschaftliche Potenziale verbunden sind. Bislang werden diese Potenziale jedoch vor allem durch Projektentwicklende genutzt, die nicht aus den jeweiligen Regionen stammen.
Damit fließt die Wertschöpfung zu großen Teilen ab und steht nicht für eine wirtschaftliche Entwicklung vor Ort zur Verfügung – mit der Folge, dass Herausforderungen der Daseinsvorsorge, der Gesundheits- oder der Mobilitätsversorgung nicht in dem erforderlichen Maße angegangen werden können. Regionen, die bereits seit längerem einen möglichst hohen Wertschöpfungsanteil vor Ort halten, machen deutlich, dass auf diesem Weg große Effekte für die regionale Finanzkraft zu erzielen sind.
Um die Situation in unseren Regionen zu verbessern und die Menschen stärker an den Effekten der Erzeugung erneuerbarer Energien teilhaben zu lassen, soll im Rahmen eines Kooperationsprojektes die Bürgerenergie in den LEADER-Regionen Havelland und Fläming-Havel gestärkt und ausgebaut werden.
Das Projekt gliedert sich in drei Teilbereiche:
1. Strategieberatung zur Förderung einer bürgerschaftlich getragenen Energiewende in den beteiligten LEADER-Regionen
In diesem Projektbaustein liegt der Schwerpunkt auf dem Coaching zweier Bürgerenergiegemeinschaften mit dem Ziel einer stärkeren Professionalisierung sowie weitere kleinere Beratungen von bürgerschaftlichen Akteuren. Zudem umfasst das Aufgabenspektrum die Vorbereitung, den Aufbau und die Verstetigung der Servicestelle (Baustein 2). Diese Servicestelle wird künftig als qualifizierte Anlaufstelle für Energievorhaben in der Region fungieren und ein Netzwerk für eine bürgerschaftlich getragene Energiewende etablieren.
2. Servicestelle
Die Strategieberatung (Baustein 1) bildet die Grundlage für die Einrichtung der Servicestelle. Während der Projektlaufzeit wird diese technische Beratung und Unterstützung für Kommunen sowie bürgerschaftlich getragene Initiativen bei der Entwicklung von Energieprojekten anbieten, insbesondere im Bereich Photovoltaik und Nahwärme. Zu den Leistungen gehören unter anderem die Beratung zu Fördermitteln, die Identifizierung potenzieller Betreiber und die Anbahnung von Kooperationen mit geeigneten Partnern.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Aufbau eines Netzwerks und der Öffentlichkeitsarbeit zur Förderung einer bürgerschaftlich getragenen Energiewende. Das Ziel ist es, die Servicestelle über die Projektlaufzeit hinaus nachhaltig zu etablieren. Hierfür entwickelt die Strategieberatung (Baustein 1) entsprechende Konzepte.
3. Potenzialanalyse von kommunalen Liegenschaften für die Errichtung von Photovoltaikanlagen
Im Rahmen der Potenzialanalyse werden kommunale Liegenschaften, wie Dächer und stillgelegte Deponien, auf ihre Eignung für die Installation von Photovoltaikanlagen untersucht. Ziel dieser Analyse ist es, den Kommunen Entwicklungsmöglichkeiten für die Errichtung und den Betrieb von PV-Anlagen aufzuzeigen und ihnen somit eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu bieten.
Mit dem Kooperationsprojekt "Kommunale Photovoltaik-Potenziale für den Ausbau der Bürgerenergie" soll eine Strategie für eine bürgerschaftlich getragene Energiewende in den beteiligten Regionen entwickelt und ein Beratungsangebot für Kommunen und bürgerschaftlich getragene Initiativen ("Energiegemeinschaften") zur Errichtung und zum Betrieb von Photovoltaik-Anlagen sowie den Ausbau der Nahwärme geschaffen werden.
Damit sollen die Vorteile und Chancen der Energiewende im ländlichen Raum verdeutlicht und die Akzeptanz für erneuerbare Energien gefördert werden. Durch Einbindung von Kommunen, Energiegenossenschaften und weiteren relevanten Akteuren soll ein höherer Anteil der Wertschöpfung – zunächst aus PV-Projekten – in den Regionen gehalten werden.
Das Projekt wurde als sogenanntes Schlüsselvorhaben durch die Staatskanzlei des Landes Brandenburg im Rahmen der landesweiten Regionalentwicklungsstrategie ausgewählt.
Eine Verstetigung der Servicestelle über die Projektlaufzeit ist Ziel und Bestandteil des Projektes.