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Weiterbildungs- und Unterstützungskonzept für Gemeinden der Region bei der Umsetzung von Vorhaben im Bereich der erneuerbaren Energien

Vortrag bei der Abschlussveranstaltung zum Projekt

Bild: LAG Märkische Seen

Stand:

01.07.2025

Kontakt:

LAG Märkische Seen e.V.

Weitere Partner:

  • Fachlicher Partner: Regionale Planungsgesellschaft Oderland-Spree
  • Auftragnehmer: Energiebüro MOL

ELER-Förderung:

ja

Finanzierung:

  • Gesamtvolumen 36.844,39 €
  • davon 80% Fördermittel 29.475,51 €
  • 20% Eigenmittel 7.368,88 €

Laufzeit:

November 2023 bis Juni 2024

Themen:

  • Bildung, Beratung und Information
  • Erneuerbare Energien
  • Förderung regionaler Wirtschaft
    • regionale Finanzierungsmodelle
  • Klimawandel

Förderperiode:

  • ELER 2022 - 2027

Beschreibung

Zusammenfassung:

Der Ausbau erneuerbarer Energien auf Freiflächen gilt als eine zentrale Säule für die Energiewende und den Klimaschutz. In der Folge steigt der Ausbau kontinuierlich und Gemeinden sehen sich mit vielen Anfragen konforontiert.

Doch der Umgang mit Anfragen zu Windkraft- und Freiflächenphotovoltaikanlagen erfordert einiges an Fachwissen und Verantwortung. Hinzukommen meist komplexe Aushandlungsprozesse innerhalb der Gemeinden. Hier setzt das LEADER-Vorhaben der der LAG-Region Märkische Seen "Informations- und Sensibilisierungskonzept zum Thema Kommunikationsfähigkeit und Umgang in Konfliktsituationen für Gemeinden in der Region im Zusammenhang mit Planungen von erneuerbaren Energien" an.

Zentraler Bestandteil des Projektes ist es, Kommunalverwaltungen, Gemeindevertretungen sowie engagierte Anwohnerinnen und Anwohner in diesem komplexen Themenfeld zu sensibilisieren und informieren. Dafür wurde basierend auf einer Umfrage eine Veranstaltungsreihe konzipiert. Entstanden ist ein Beratungsbaukasten, der online verfügbar ist.

Ausgangssituation:

Die Regionale Planungsgemeinschaft Oderland-Spree bereitete sich zur Zeit des Projektes auf die Neuaufstellung eines Regionalplans vor. In diesem Plan sind die Ziele und Grundsätze der Raumordnung zur räumlichen Steuerung der Planung und Errichtung von raumbedeutsamen Anlagen im Bereich erneuerbarer Energien, d. h. der Windenergie- und Solarenergienutzung auf Freiflächen, festgelegt.

Auf die Kommunen der Region kommen damit neuerliche komplexe Aushandlungsprozesse zu, für die die meisten Gremien jedoch nur über bruchstückhaftes Wissen verfügen. Häufig müssen sich Entscheidungsträger mühsam in Eigenregie in die Materie einarbeiten, insbesondere dort, wo Dörfer oder Gemeinen nicht über entsprechend befähigte sachkundige Einwohner oder Energiemanager verfügen.

Inhalt:

Im Rahmen des LEADER-Projektes wurde erfasst, welche grundsätzlichen Beratungsbedarfe Dörfer und Gemeinden haben, um sich mit Konfliktsituationen rund um die Genehmigung von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien auseinandersetzen zu können. Darüber hinaus wurde abgefragt, welche Angebote zur Erhöhung der regionalen Wertschöpfung und der Akzeptanz vor Ort sowie zur Nutzung der kommunalen Bauleitplanung als strategisches Planungsinstrument für eine nachhaltige gemeindliche Entwicklungsplanung grundsätzlich etabliert werden können. Hinzu kommen Angebotsentwicklungen für Fragestellungen, wie einem konstruktiven Umgang mit Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Sinne einer nachhaltigen und biodiversitätsfördernden Ortsentwicklung.

Der Bedarf wurde frühzeitig mit den wichtigsten Stakeholdern und einzelnen Kommunen abgestimmt. Das Vorhaben wurde gemeinsam mit der Regionalen Planungsgemeinschaft, dem Energiebüro MOL und dem regionalen Dörfernetzwerk entwickelt.

Aufbauend auf der Umfrage und der Veranstaltung im Sommer 2023 fanden Online-Informationsveranstaltungen statt. Dabei wurden die nachgefragten Themen in einzelnen Modulen behandelt und durch Fachreferenten begleitet:

  • 27. November 2023: Photovoltaik-Freiflächenanlagen rechtzeitig mit einem Kriterienkatalog steuern – Handlungsoptionen für Gemeinden
  • 13. Februar 2024: Bauleitverfahren – Photovoltaik- und Windprojekte steuern, Ausgleichsmaßnahmen implementieren
  • 10. April 2024: Finanzielle Beteiligung von Gemeinden – Möglichkeiten und Grenzen
  • 13. Juni 2024: Finanzielle Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern: Wie Teilhabe im Rahmen von erneuerbaren Energieprojekten ermöglichen?
  • 24. Juni 2024: Abschlussveranstaltung in Müncheberg 

Zentrales Element ist der im Rahmen des Projektes entwickelte Beratungsbaukasten. Alle Informationen der Schulungen sind darin enthalten.

Ziele:

Mit dem Projekt sollte eine Lücke geschlossen werden, die sich aus dem vorhanden Wissen der Gremien in Bezug auf Ausbaumaßnahmen erneuerbarer Energien und den steigenden und komplexer werdenden Anforderungen seitens des Bundes und des Landes ergibt.

 Gremienvertreter:

  • erhalten bedarfsgerechte Informationen
  • werden inhaltlich in die Lage versetzt, fachlich fundierte Entscheidungen zum Wohle ihrer Gemeinde auszuhandeln und zu treffen

Verwaltungen:

  • erhalten bedarfsgerechte fachliche Informationen
  • erhalten bedarfsgerechte Instrumentarien zur Ausgestaltung und Handhabung der notwendigen Beteiligungsverfahren

Darüber hinaus findet die Vernetzung von Umsetzungsverantwortlichen statt.

Besonderheiten:

Im Rahmen des Projektes wurde die Vernetzung von diversen Partner vorangetrieben. Dafür stand das Klimaschutz- und Energiebüro im regelmäßigen Austausch mit lokalen Akteuren, unter anderem regional verordneten Forschungsprojekten im Bereich der Erneuerbaren Energien, interessierten Bürgern der Gemeindeverwaltung und -politik. Kommunen mit vergleichbaren Herausforderungen wurden zusammengebracht und qualifiziert.

Um den Bekanntheitsgrad zu erhöhen und sich mit den verschiedenen Akteuren auszutauschen, wurden diverse regionale und überregionale Veranstaltungen besucht.

Auf regionaler Ebene ist die Projektvorstellung auf der Regionalen Energiekonferenz der Planungsgemeinschaft Oderland-Spree hervorzuheben – überregional die Teilnahme an dem Workshop mit Exkursion des KNE Proktes SuN-diverse (KNE) in Cottbus

Die bedarfsgenauen Schulungseinheiten sowie der Beratungsbaukasten für kommunale Entscheidungsträger und Kommunalverwaltungen konnten durch die vorangegangene Umfrage gesichert werden und bieten somit einen direkten Mehrwehrt für die Region. Gleichzeitig lassen sich die Ergebnisse auf andere Regionen übertragen, was sich auch durch das überregionale Interesse an den Veranstaltungen widerspiegelt.

Perspektiven:

Das Projekt ist abgeschlossen. Die Dokumentation der Veranstaltungen als auch der Beratungsbaukisten sind weiterhin online verfügbar. Mit dem Beratungsbaukasten wurde auf regionaler Ebene eine niedrigschwellige und für jeden abrufbare Beratungsleistung geschaffen, die sich an der Region der LAG Märkische Seen orientiert, aber deutschlandweit Anwendung finden kann und als Vorreiter und Ausgangspunkt für künftige Projekte dienen kann.

Das Schloss Trebnitz nutzte die Gelegenheit im Rahmen eines Förderprogrammes des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport um die Zielgruppe der lokalen Bevölkerung und zivilgesellschaftlichen Akuteren zu erschließen. Dabei wurde auf die Umfrageergebnisse des LEADER Projektes zurückgegriffen sowie auf Arbeitsebene ein stetiger Austausch geführt. Die sich im Rahmen der beiden Projekte gefundene Arbeitsgruppe strebt auch über die beiden geförderten Projekte hinaus eine verstärkte Zusammenarbeit an.

Darüber hinaus konnte das Energiebüro des Landkreises Märkisch-Oderland stärker für lokale Probleme und Zusammenhänge sensibilisiert werden und wird künftig auch diese Ebene stärker im Fokus haben.

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