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Kooperationsprojekt Machbarkeitsstudie zur Gründung eines Regionalwerkes Chiemgau-Rupertiwinkel

Treffen des Verwaltungsrates

Stand:

30.06.2025

Kontakt:

  • Gemeinde Kirchanschöring

Kooperationsprojekt

Art der Kooperation:

  • gebietsübergreifende Kooperation

ELER-Förderung:

ja

Finanzierung:

  • Gesamtkosten: ca. 82.500,00 €
  • Zuschuss über LEADER: 60 %, Verbleibende 40 % wurden über die Kommunen erbracht. 

Laufzeit:

2018 bis 2019

Themen:

  • Erneuerbare Energien
    • dezentrale Versorgung mit erneuerbaren Energien
  • Förderung regionaler Wirtschaft
    • regionale Finanzierungsmodelle
  • Innovation
    • Prozessinnovation (nicht produktbezogen)
  • Klimawandel

Förderperiode:

  • ELER 2014 - 2022

Beschreibung

Zusammenfassung:

Wie sieht ein geeigneter wirtschaftlicher Rahmen aus, um die Energiewende gemeinschaftlich im Sinne der Kommunen und ihrer Bürgerinnen und Bürger im Chiemgau und Ruppertiwinkel zu gestalten? Eine über LEADER finanzierte Machbarkeitsstudie bewertete und prüfte verschiedene Handlungsoptionen und schaffte die Entscheidungsgrundlage für die Gründung eines Regionalwerkes – einer Art Stadtwerk im ländlichen Raum.

Die Machbarkeitsstudie überzeugte und das Regionalwerk Chiemgau-Rupertiwinkel gKU wurde 2021 unter Beteiligung von anfangs 16 und mittlerweile 31 Gemeinden und Städten in den vier Landkreisen Berchtesgadener Land, Traunstein, Altötting und Rosenheim gegründet. Seitdem verfolgt es das Ziel, das Thema "Energie" wieder ein Stück weit in die Hand der Kommunen zu legen.

Ausgangssituation:

Der beschlossene Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie und der Schutz des Klimas fordern zukünftig umfangreiche Maßnahmen zur Einsparung von Energie, zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Erzeugung erneuerbarer Energien. Als Konsequenz ergibt sich ein Wandel der Energieversorgung hin zu einem dezentralen, auf erneuerbaren Energien basierenden Energiesystem. Da insbesondere die hierfür notwendigen Flächen, Potenziale und Ressourcen im ländlichen Raum liegen, findet die Energiewende vor allem dort statt. Für den ländlichen Raum ergeben sich hierdurch Chancen, denn auf dem Land wird die Energie der Zukunft produziert

Inhalt:

Für die aktive Gestaltung der zukünftigen Energieversorgung vor Ort sind regionale Unternehmen unter Beteiligung kommunaler Akteure sowie ortsansässiger und strategischer Partner eine optimale Plattform. Wie auch sonst in der ländlichen Entwicklung ist dabei die Einbindung der Menschen von zentraler Bedeutung. Die Menschen sollen sich einbringen und beteiligen können.

Rund um den Ausbau der erneuerbaren Energien den effizienten Umgang mit Energie entsteht derzeit eine Vielzahl neuer Geschäftsfelder. Dezentrale Erzeugungsstrukturen, die Eigenerzeugung und Speicherung von Energie sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz erfordern die Entwicklung und Steuerung dieser neuen Geschäftsfelder auf regionaler Ebene.

Vor diesem Hintergrund haben die LEADER-Regionen Chiemgauer Seenplatte, Regionales Entwicklungsforum Berchtesgadener Land, Traun-Alz-Salzach und Chiemgauer Alpen eine Machbarkeitsstudie finanziert, um die Konzeption und Umsetzbarkeit eines gemeinsamen Regionalwerks zu prüfen.

Ziele:

Machbarkeitsstudie zur Konzeption und Umsetzbarkeit eines Regionalwerks "Chiemgau-Rupertiwinkel"

Die Ziele des Regionalwerks sind:

  • Steuerung und Umsetzung der Energiewende vor Ort
  • umweltfreundliche und zukunftsfähige Daseinsvorsorge in der Region
  • Bündelung und Koordination regionaler Energiekompetenz
  • Aufbau regionaler Wirtschaftskreisläufe und Wertschöpfungsketten im ländlichen Raum

Perspektiven:

Das Regionalwerk Chiemgau-Rupertiwinkel gKU ist 2021 gegründet worden. Es ist ein Zusammenschluss von anfangs 16 und mittlerweile stattlichen 31 Gemeinden und Städten in den vier Landkreisen Berchtesgadener Land, Traunstein, Altötting und Rosenheim, mit dem Ziel das Thema „Energie“ wieder ein Stück weit in die Hand der Kommunen zu legen.

Das langfristige Ziel ist es, das Thema Strom und Energienetze, auch Stromnetze bis zum Mittelspannungsbereich,vollständig in kommunale Hand zu bekommen und große Wärmenetze sowie regionale Wärmeverbünde aufzubauen. Die Kunden des Regionalwerks sind Landkreise, Städte und Gemeinden sowie Unternehmen und Privatpersonen, die regenerative Energiequellen zur Verfügung stellen bzw. diese als Endkunden nutzen möchten.

Mit dem Regionalwerk ist es nun also auch möglich, größere Projekte anzugehen. So ist es Projektpartner im grenzüberschreitenden EU-Förderprojekt Eneregio SOBOS der Europäischen Union für grenzüberschreitende Energieprojekte.

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