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10.06.2014
Verbandsgemeindeverwaltung Saarburg
Schlossberg 6
54439 Saarburg
Thomas Wallrich (LAG-Leitung )
Telefon: 06581 81-280
Fax: 06581 81-320
E-Mail: moderator@vg-saarburg.de
Luxemburg
Region: LAG Miselerland
Office Régional de Tourisme Région Moselle Luxembourgeoise
115, route du Vin
L-5416 Ehnen
Region: LAG Müllerthal
Bureau LEADER Echternach
30, route de Wasserbillig
L-6490 Echternach
Frankreich
Region: Touristische Region Pays Trois Frontieres
nein
Gesamtprojektkosten: 42.000 EUR
Juni 2011 bis November 2012
In dem transnationalen LEADER-Projekt wurden erstmals eine Radkarte für das Dreiländereck Deutschland, Luxemburg, Frankreich mit grenzüberschreitenden Radtourenvorschlägen, eine gemeinsame Webseite und ein gemeinsamer Imagefilm für Radtouristen erstellt. (alles viersprachig: in Deutsch, Französisch, Englisch und Niederländisch).
Die Grenzregion zwischen Metz, Saarbrücken, Trier und Luxemburg mit der Saar, der Mosel und der Sauer bietet ein herrliches Ausflugsziel für Radtouristen. Vor 10 Jahren wurden im Rahmen einer durch Leader II unterstützten Initiative eine Broschüre und ein Radtourenregister herausgegeben.
Leider gab es aber nie eine Fortsetzung zu dieser Initiative.
Heute kennt der Radtourismus einen neuerlichen Aufschwung und die touristischen Partner haben das Potential einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit erkannt, weil die (Rad-)touristen grenzüberschreitend im Dreiländereck unterwegs sind.
1) Touristische Übersichtskarte "Grenzenlos Radeln"
Von den Projektpartnern wurde eine transnationale deutsch‐luxemburgisch‐französische Übersichtskarte mit Radtourenvorschlägen herausgegeben. Laut Projektantrag war zunächst eine gemeinsame Broschüre über das fahrradtouristische Angebot geplant. Nach einem Vergleich der bestehenden Kommunikationsmedien und der Abwägung der Kundenwünsche sprachen sich die touristischen Partner für eine touristische Übersichtskarte aus. Die Karte deckt den grenzüberschreitenden Raum im Dreiländereck Frankreich, Deutschland und Luxemburg ab. Das verbindende Element sind dabei die Flüsse Mosel, Saar und Sauer.
Das Konzept für die grenzüberschreitende Karte beinhaltet die Schaffung eines neuen touristischen Produktes für die Vermarktung: drei Hauptrouten, die Deutschland, Luxemburg und Frankreich miteinander verbinden. Diese drei Routen sind einzeln, abschnittsweise oder kombiniert erradelbar. In jeder der beteiligten Regionen sind zusätzlich noch Themenrouten ausgewiesen. Die Themen für die Radtouren sind: "Natur: Wasser und Felsen", "Kultur: Römer und Schlösser", "Genuss: Wein und Viez".
Drei Routen pro Thema werden auf der Karte als attraktives radtouristisches Angebot vorgestellt. Zu den einzelnen Routen gibt es auf der Rückseite der Karte jeweils eine kurze Beschreibung mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke, Angaben zur der Länge der Tour sowie einem Höhenprofil. Die Karte ist in zwei Sprachversionen aufgelegt: eine Karte in den Sprachen deutsch/englisch und eine Karte in französisch/holländisch.
Bei der Festlegung der Routenauswahl wurde darauf geachtet, zum größten Teil bereits bestehende Fahrradwege zu nutzen. In einzelnen Regionen wurde das radtouristische Angebot durch neue thematische Touren aufgewertet und ergänzt. Für das Projekt wurde kein neues Wegeleitsystem aufgebaut. Die Radfahrer müssen sich die Routen anhand der bestehenden, jeweils landestypischen, Markierung erschließen.
Die Karte sowie erste Werbemaßnahmen wurden am 24. Mai 2012 auf einer Informationsveranstaltung und Pressekonferenz mit allen Partnern vorgestellt.
2) Begleitende Marketingmaßnahmen: Neben der Karte wurde von den Kooperationspartnern die Notwendigkeit begleitender Marketingmaßnahmen unterstrichen. Dazu zählen:
Werbemaßnahmen: Es wurden Werbebanner für alle Partner in verschiedenen Sprachen erstellt. Diese können sowohl bei Messeauftritten als auch an den touristischen Anlaufstellen und Informations-Zentren in den Regionen aufgestellt und genutzt werden.
PR‐Kampagne: Für die PR‐Kampagne wurden in der AG zunächst die wichtigsten Quellmärkte definiert: dies sind Deutschland, Belgien, Frankreich, Luxemburg sowie die Niederlande. In den Ländern wurden zielgerichtet Anzeigen geschaltet in (rad‐) touristischen Magazinen, wie zum Beispiel "Verträglich Reisen".
Internetseite: Die gemeinsame Internetseite besteht aus Gründen der Aktualisierung und Pflege hauptsächlich aus statischen Elementen. Von dieser Seite wird dann auf die einzelnen Regionen verlinkt. Auf den regionalen Seiten finden die Gäste die Informationen, die ständig aktualisiert werden müssen, wie z.B. Pauschalen und Hotels, während die neue Internetseite weitestgehend Informationen enthält, die keiner ständigen Pflege bedürfen. Die Internetseite wurde unter den folgenden Domains registriert: www.grenzenlos‐radeln.eu und www.velo‐sans‐frontieres.eu. Die Pflege der Internetseite wurde im Rahmen einer Vereinbarung – für die Laufzeit von fünf Jahren – zwischen den beteiligten sechs touristischen Partnern fest gehalten.
Imagefilm: Um den potentiellen Gast schon von zu Hause einen Einblick in die attraktiven Radregionen zu bieten, wurde von allen Kooperationspartnern die Produktion eines kurzen Imagefilmes als sehr interessant eingeschätzt. Der Film kann zudem bei Messen und Veranstaltungen genutzt werden um auf die Radtouren im grenzüberschreitenden Raum aufmerksam zu machen. In dem 2‐minütigen Film werden Sehenswürdigkeiten in den drei Regionen vorgestellt, an denen die Touristen auf ihren Touren entlang radeln.
Touristische Institutionen aus Deutschland, Frankreich und Luxemburg haben gemeinsam mit den LEADER-Regionen aus dem Dreiländereck das Projekt gestemmt.
Koordinierender Projektträger: Office Régional du Tourisme‐Région Mullerthal – Petite Suisse Luxembourgeoise (L)
Projektpartner :
Das Projekt "Grenzenlos Radeln" wurde von allen beteiligten Partnern, vor allem den touristischen Institutionen, trotz des erheblichen zeitlichen Aufwandes, den jeder Partner in das Projekt investieren musste und vielen Abstimmungs‐ und Umsetzungsprozessen als erfolgreich und wichtig eingestuft.
Von allen Partnern wurde betont, dass neben den Produkten, die im Rahmen der Kooperation geschaffen wurden, vor allem der persönliche Austausch mit den Kollegen aus den Nachbarregionen sehr positiv und wichtig war. Einige Verantwortliche hatten sich vor dem Start des Projektes noch nicht gekannt, für sie war ein großer Vorteil, die Kollegen regelmäßig zu sehen und sich neben dem Projekt auch über aktuelle touristische Entwicklungen in den einzelnen Regionen auszutauschen. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe, die sich zum Projekt gebildet hat, treffen sich auch nach Projektabschluss zweimal jährlich zu informellen Treffen, um den grenzüberschreitenden Informationsaustausch weiterzuführen und eventuell auch in der nächsten Förderperiode ein neues transnationales Projekt zu starten.